Schulter- und Rückenschmerzen

Fibromyalgie ist eine (weichteil-)rheumatische Erkrankung, die sich insbesondere durch Schmerzen in den Sehnenansätzen oder Muskelschmerzen am ganzen Körper äußert.

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Fibromyalgie (Fibromyalgiesyndrom)

1. Überblick – Was ist Fibromyalgie?

Fibromyalgie ist eine (weichteil-)rheumatische Erkrankung, die sich insbesondere durch Schmerzen in den Sehnenansätzen oder Muskelschmerzen am ganzen Körper äußert. So genannte Schmerzdruckpunkte (Schmerzpunkte) bei Fibromyalgie (auch Tender Points) weisen bei den Betroffenen eine deutlich erhöhte Schmerzempfindlichkeit auf. Als Ursache dieser Symptome werden Störungen im Nervensystem diskutiert. Da hinter dem Fibromyalgiesyndrom keine Entzündung steckt, helfen gängige, entzündungshemmende Schmerzmittel oft kaum. Doch es gibt ein Arzneimittel, das anders wirkt (Restaxil ): Mit seinem 5-fach-Wirkkomplex wirkt das natürliche Arzneimittel anders als herkömmliche Schmerzmittel, spezifisch bei Nervenschmerzen.

Was ist Fibromyalgie? Wörtlich übersetzt bedeutet Fibromyalgie „Faser-Muskel-Schmerz“ (fibro: Faser, my: Muskel, algie: Schmerz; Myalgie: Muskelschmerzen) und deutet damit schon auf die wesentlichen Fibromyalgie-Symptome hin. Der medizinisch korrekte Name für die Erkrankung lautet „Fibromyalgiesyndrom“. Der Zusatz „Syndrom“ signalisiert, dass für Fibromyalgie nicht nur eine Ursache, sondern eine Vielzahl von Krankheitsursachen vorliegen können. Dazu gehören beispielsweise neben schweren und lang anhaltenden, physischen oder psychischen Überlastungen auch andere Erkrankungen wie die rheumatische Arthritis (RA, chronische Polyarthritis). Wie letztere gehört Fibromyalgie per Definition auch zu den Krankheiten des rheumatischen Formenkreises, umgangssprachlich oft Rheuma genannt. Insgesamt unterscheidet man vier Gruppen unter den rheumatischen Erkrankungen:

1) Autoimmunbedingte, entzündlich-rheumatische Erkrankungen (z.B. rheumatoide Arthritis)

2) Stoffwechselstörungen, die rheumatische Beschwerden hervorrufen (z.B. Gicht)

3) Degenerative rheumatische Erkrankungen (z.B. Arthrose)

4) Nichtentzündliche rheumatische Erkrankungen der Weichteile/Weichteilrheuma (z.B. Fibromyalgie)

Das Fibromyalgiesyndrom ist demnach weder eine entzündliche Erkrankung, noch eine Gelenk- oder Wirbelsäulenerkrankung. Fibromyalgie ist per Definition eine nicht entzündliche, weichteilrheumatische Erkrankung.

Fibromyalgie: Schmerzen sind nicht das einzige Symptom

NackenschmerzenNeben den Schmerzen am ganzen Körper treten bei der Krankheit Fibromyalgie auch Symptome wie Schlafstörungen, Müdigkeit, Leistungsschwäche und Erschöpfung auf. Weiterhin können Betroffene des Fibromyalgiesyndroms unter zahlreichen weiteren Beschwerden außerhalb des Bewegungsapparates leiden, die jedoch von Patient zu Patient unterschiedlich sind. Schätzungsweise leiden 0,6 bis vier Prozent der Bevölkerung an Fibromyalgie – die große Mehrheit bilden Frauen (zu 85 bis 90 Prozent). Die meisten Betroffenen erkranken im mittleren Lebensabschnitt (35 bis 55 Jahre) am Fibromyalgiesyndrom. Da die Entwicklung von einem Symptom bis zur vollständigen Ausbildung der Krankheit mehrere Jahre dauern kann, erfolgt bei Fibromyalgie eine sichere Diagnose oftmals erst nach langer Zeit.

Auch ein Facharzt für Fibromyalgie kann mit einer Therapie lediglich die einzelnen Symptome der Krankheit behandeln – bei der Fibromyalgie ist keine vollständige Heilung möglich. Maßgebend bei der Auswahl der Therapiemethode sind die individuellen Symptome des Betroffenen. Meist setzt sich die Fibromyalgie-Therapie aus physikalischen, psychotherapeutischen und medikamentösen Behandlungsmethoden sowie Bewegung zusammen. Bei der medikamentösen Behandlung von Fibromyalgie ist allerdings zu beachten, dass klassische Schmerzmittel wie Diclofenac, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure oder Paracetamol oft kaum wirken. Der Hintergrund ist, dass diese Schmerzmittel Entzündungen bekämpfen, die allerdings nicht die Ursache von Fibromyalgie sind. Hinter dem Syndrom vermuten Spezialisten ursächlich eine Störung des Nervensystems. Das Arzneimittel Restaxil wirkt mit seinem 5-fach-Wirkkomplex anders als die herkömmlichen Schmerzmittel. Es ist speziell bei Nervenschmerzen zugelassen. Restaxil enthält fünf natürliche Arzneistoffe:

  • Spigelia anthelmia
  • Iris versicolor
  • Gelsemium sempervirens
  • Cimicifuga racemosa
  • Cyclamen purpurascens

Diese wurden gemäß dem Ähnlichkeitsprinzip abgestimmt. Heißt: Die Arzneistoffe können in unverdünnter Form schmerzhafte Beschwerden auslösen. Doch in der speziellen Dosierung wie in Restaxil bewirken sie genau das Gegenteil – und bekämpfen die Beschwerden.

Restaxil Tropfen

2. Fibromyalgie-Ursachen: Stress und andere Risikofaktoren

Fibromyalgie gehört zu den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Bei manchen dieser Rheuma-Erkrankungen kann der sogenannte „Rheumafaktor“ angeben, ob ein Mensch eine rheumatische Erkrankung hat bzw. wie hoch sein Risiko ist, eine zu bekommen. Allerdings kommt der Rheumafaktor hauptsächlich bei Krankheiten wie z.B.

  • Chronischer Polyarthritis/Rheumatoider Arthritis (RA)
  • Lupus erythematodes oder
  • (Misch-)Kollagenosen vor.

Im Fall von Fibromyalgie liegt allerdings kein eindeutiger Rheumafaktor vor, der die Krankheit nachweisen oder ausschließen könnte.

Fibromyalgie-Ursachen weitgehend unbekannt

Nach heutigem Wissensstand lassen sich weder eindeutige Fibromyalgie-Ursachen festlegen, noch sind die konkreten Mechanismen des Syndroms bekannt. Offensichtlich sind unterschiedliche Faktoren an der Entstehung von Fibromyalgie beteiligt. Vorwiegend diskutieren Spezialisten Nervenschädigungen als medizinischen Hintergrund der Erkrankung. Zum einen steht eine gestörte Schmerzverarbeitung im zentralen Nervensystem zur Debatte, die zu einer geringeren Schmerzschwelle führt. Zum anderen konnte bei Betroffenen des Syndroms eine Störung der Nervenenden in bestimmten Gewebebereichen festgestellt werden. Das könnte auch die weit verbreitete, gestörte Temperatur-Empfindung von Betroffenen des Fibromyalgie-Syndroms erklären.

Als Risikofaktoren für Fibromyalgie gelten:

  • Veranlagung (im Fall von Fibromyalgie liegt oftmals eine familiäre Häufung vor)
  • Entzündlich-rheumatische Erkrankungen (rheumatoide Arthritis, chronische Polyarthritis)
  • Physische und psychische Traumatisierungen im Kinder-, Jungend- oder Erwachsenenalter (z.B. Alltagsbelastungen, sexuelle Gewalt oder Misshandlungen)
  • Störung der hormonellen Vermittlung von Cortisol und Oxytocin (bei erwachsenen Betroffenen)
  • Empfindlichkeit gegenüber Stress
  • Niedriger Serotoninspiegel im Blut
  • Vitamin-D-Mangel
  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Mangelnde körperliche Aktivität
  • Depressivität

Primäre und sekundäre Fibromyalgie: Ursachen

Manche Mediziner legen Wert auf die Unterscheidung zwischen der primären und der sekundären Fibromyalgie. Dabei bezeichnet der Begriff „sekundäre Fibromyalgie“ eine Form des Syndroms, die durch eine andere Erkrankung ausgelöst wurde. Dazu gehören beispielsweise chronische Polyarthritis, Skoliose, ein Bandscheibenvorfall und andere Wirbelsäulenleiden, hormonelle Störungen oder Viruserkrankungen. Im Gegensatz dazu findet sich in dieser Unterteilung bei der primären Fibromyalgie keine auslösende Vorerkrankung.

Allerdings ist es meist schier unmöglich, eine Verbindung zwischen einer anderen Erkrankung und Fibromyalgie zu beweisen oder sicher auszuschließen. Darüber hinaus kann bei der sekundären Fibromyalgie davon ausgegangen werden, dass eine Behandlung der vorausgehenden Erkrankung auch die Fibromyalgie-Symptome bessert. Als Ausnahme gelten der Fibromyalgie vorausgehende entzündlich-rheumatische Erkrankungen: Das Fibromyalgiesyndrom tritt bei Patienten dieser Form von Rheuma nachweislich häufiger auf als in der allgemeinen Bevölkerung.

3. Fibromyalgie-Symptome: Chronische (Muskel)schmerzen

Als chronische Schmerzerkrankung macht sich die Fibromyalgie hauptsächlich durch Schmerzen an den Sehnenansätzen und durch Muskelschmerzen am ganzen Körper bemerkbar. Von diesen Schmerzen sind neben den Gelenken in den Armen und Beinen vor allem auch der Rumpf mit Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen betroffen. Viele Patienten beschreiben ihre Schmerzen als brennend, dumpf, großflächig sowie fließend. Manchmal lässt sich der Ort des Schmerzes nicht genau lokalisieren. Außerdem berichten Betroffene von einer diffusen Schwellung der schmerzhaften Weichteile, wie z.B. Finger, Füße oder auch dem Bereich um die Augen.

Hilfe aus der Apotheke

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Frau ApothekeViele Forscher zählen die bei Fibromyalgie auftretenden schmerzhaften Symptome zu den sogenannten Nervenschmerzen (Neuralgien). Diesen liegen oft Nervenstörungen zugrunde. Die natürlichen Arzneitropfen Restaxil sind speziell bei Neuralgien zugelassen. Das Besondere: Der darin enthaltene 5-fach-Wirkkomplex aus natürlichen Arzneistoffen wurde nach dem Ähnlichkeitsprinzip abgestimmt. In unverdünnter Form können die Arzneistoffe schmerzhafte Beschwerden auslösen. Doch in ihrer speziellen Dosierung wie in Restaxil bekämpfen sie die Beschwerden. Restaxil kann rezeptfrei in jeder Apotheke oder Online-Apotheke erworben werden.

Begleitende Fibromyalgie-Symptome

Bei Fibromyalgie sind die begleitenden Symptome von Patient zu Patient sehr individuell. Am häufigsten lassen sich die folgenden Nebensymptome der Weichteilrheuma-Erkrankung beobachten:

  • Schwellungsgefühle im Gesicht, den Händen oder Füßen
  • gastrointestinale Symptome wie Reizdarm oder Reizmagen
  • Kopfschmerzen bis hin zu Migräne
  • Steifigkeit nach längerem Ruhen, z.B. nach dem morgendlichen Aufstehen
  • Ängstlichkeit/Angststörung

Im psychischen Symptomkomplex der Fibromyalgie kann auch eine Depression bzw. depressive Verstimmung auftreten, insgesamt erkranken ca. 30 Prozent der Patienten.

Fibromyalgie und Tender Points

Als weitere kennzeichnende Symptome bei Fibromyalgie gelten 18 typische Druckpunkte, so genannte Tender Points. Sie befinden sich am Übergang von Muskeln zu Sehnen und weisen eine wesentlich höhere Schmerzempfindlichkeit gegenüber Druck auf. Da bei Verdacht auf Fibromyalgie die Tender Points als ausschlaggebender Untersuchungsgegenstand für die Diagnose dienen, wird im folgenden Kapitel „Fibromyalgie-Diagnose“ näher auf die Druckschmerzpunkte eingegangen.

4. Fibromyalgie-Diagnose: Ärzte tappen im Dunkeln

Da Betroffene an individuellen Beschwerdekomplexen leiden, fällt auch einem Facharzt für Fibromyalgie eine Diagnose nicht ganz leicht. Denn: Einen einfachen Fibromyalgie-Test gibt es nicht. Zwar bieten manche Portale im Internet einen Test für Fibromyalgie an, doch dieser ist keinesfalls mit der Diagnose eines Facharztes gleichzusetzen.

Viele Betroffene haben eine regelrechte Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich, bis das Syndrom tatsächlich bei ihnen diagnostiziert wird. Ist dem behandelnden Arzt diese Form des Weichteilrheumas nicht bekannt, gestaltet sich die Fibromyalgie-Diagnose mitunter schwierig. Im schlimmsten Fall werden die Beschwerden einfach nicht ernst genommen und die Betroffenen als Simulanten oder übersensibel angesehen. Teilweise beläuft sich eine Diagnose fälschlicherweise nur auf einen Teilaspekt der Fibromyalgie oder wird als psychisches Leiden missverstanden. Das liegt vor allem daran, dass es bislang keine eindeutigen organischen Befunde bzw. typischen Laborwerte für das Fibromyalgiesyndrom gibt.

Untersuchungen von Forschern der Universität Würzburg (2012) konnten zwar Veränderungen im Bereich der kleinen Nervenfasern im Muskelgewebe von Fibromyalgie-Patienten nachweisen. Allerdings ist noch unklar, ob sich diese Befunde tatsächlich auch auf alle Betroffenen des Syndroms übertragen lassen.

Die Schritte zur Fibromyalgie-Diagnose

Um eine Fibromyalgie zu diagnostizieren, erhebt der behandelnde Arzt zunächst die Anamnese (Krankengeschichte). Dazu stellt er dem Patienten unterschiedliche Fragen, um das Beschwerdebild genauer zu definieren. Im Vordergrund stehen hierbei vor allem Dauer, Art und Lokalisation der Schmerzen. Bei Verdacht auf Fibromyalgie spielen auch bestehende Rheuma-Erkrankungen eine wichtige Rolle, da entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie chronische Polyneuropathie in Zusammenhang mit Fibromyalgie stehen. Weiterhin klärt der Arzt ab, ob der Patient auch an Magen-Darm-Beschwerden leidet und wie es um die Schlafqualität sowie die psychische Verfassung steht.

Schmerzen, die länger als drei Monate andauern sowie mindestens drei Körperregionen betreffen, können auf eine Fibromyalgie hindeuten.

Nachdem der Arzt die Krankengeschichte des Patienten erfragt hat, ist auch eine körperliche Untersuchung für die Fibromyalgie-Diagnose unabdinglich. Auf die allgemeine Untersuchung folgt die Kontrolle typischer Fehlstellungen und Muskelverspannungen der Wirbelsäule und im Schultergürtel, die die Entwicklung eines Fibromyalgiesyndroms begünstigen können.

Test auf Fibromyalgie mittels Tender Points

Fibromyalgie Tender PointsBesonderes Augenmerk wird bei Verdacht auf Fibromyalgie auf die so genannten Tender Points gerichtet. Darunter verstehen Mediziner 18 verschiedene Druckschmerzpunkte, die bei Fibromyalgie-Patienten eine besonders hohe Druck- und Schmerzempfindlichkeit aufweisen. Diese Punkte befinden sich vor allem an bestimmten Übergängen zwischen Muskeln und Sehnen und sind über den ganzen Körper verteilt.

Wenn der Patient an mindestens elf Tender Points tatsächlich Schmerzen bei Druck verspürt, deutet dies stark auf eine Fibromyalgie-Diagnose hin.

Druckschmerzpunkte können sich an folgenden Körperstellen befinden:

  • Rückenmuskulatur (Muskelansätze am Hinterkopf, seitliche Halswirbelsäule, Übergang vom Nacken zur Schulter/Trapeziusmuskulatur)
  • Unteres Ende der Wirbelsäule (Ansatz der Rumpfmuskulatur, Muskelansätze am Beckenkamm und am Gesäßmuskel)
  • Arme (Schulterbereich, Ellbogen, Ansatz der Daumenwurzel, Finger)
  • Beine (seitliche Hüfte, Knie, Sprunggelenke)
  • Kiefergelenke
  • Brustbeinverbindung zum Schlüsselbein und den Rippen

Lautet die Diagnose Fibromyalgie, wird der zuständige Arzt die nötigen Therapiemaßnahmen einleiten.

5. Fibromyalgie-Therapie: Ursächliche Behandlung nicht möglich

Was hilft bei Fibromyalgie? Da die genauen Ursachen und Krankheitsmechanismen noch nicht geklärt sind, setzt die Fibromyalgie-Therapie hauptsächlich an der Linderung und Bekämpfung der von Patient zu Patient individuellen Symptome an. Einen besonderen Stellenwert hat auch die Psyche: Nachdem die Betroffenen oftmals mehrere Jahre auf eine eindeutige Diagnose warten mussten, haben sie eine lange Leidensphase hinter sich. Daher gilt es, die Kraftreserven wieder zu aktivieren sowie Mut und Selbstvertrauen zurückzuerlangen.

Manchen Betroffenen fällt es schwer zu akzeptieren, dass bei der Rheuma-Krankheit Fibromyalgie keine Heilung möglich ist. Als erster Schritt bei der Behandlung von Fibromyalgie geht es zunächst darum, diesen Umstand anzuerkennen. Die Diagnose des Syndroms kann für viele Betroffene jedoch auch Entlastung bedeuten: Endlich haben sie eine Bestätigung dafür, tatsächlich an einer Krankheit zu leiden und sich die Symptome nicht eingebildet zu haben.

Stichwort Patientenschulung: Hilfe bei Fibromyalgie-Behandlung

Wichtig ist außerdem die Aufklärung des Betroffenen über Ursachen, Symptome, Diagnose und Therapiemöglichkeiten des Syndroms. So fällt es dem Fibromyalgie-Patienten künftig leichter, die Mechanismen der Schmerz- und Krankheitsentstehung zu erkennen und richtig zu deuten. Ein wichtiger Therapiegrundsatz bei Fibromyalgie lautet „Hilfe zur Selbsthilfe“. Spezielle Schulungen bieten beispielsweise eine auf Fibromyalgie spezialisierte Klinik (z.B. Schmerzklinik), eine Selbsthilfegruppe oder Ärzte und Psychologen.

Im nächsten Schritt sollten Betroffene in Zusammenarbeit mit dem Arzt dann die genauen Faktoren bestimmen, die schmerzverstärkend wirken. Diese Faktoren können sowohl psychischer (Erinnerungen an traumatische Erlebnisse) als auch physischer (Kälte, Wind) Natur sein. Außerdem ist es für eine erfolgreiche Fibromyalgie-Therapie auch wichtig, sich bewusst zu machen, was zu einer Besserung der Beschwerden beiträgt (z.B. Unternehmungen mit Freunden, Wärme).

Schmerzverstärkung

Erinnerungen an negative Erlebnisse

Kälte/Wind

Schmerzlinderung

Unternehmungen mit Freunden

Wärme

Hilfreich kann auch ein Schmerztagebuch sein. Hier finden Sie unser Schmerztagebuch-PDF zum Herunterladen und Ausdrucken.

Therapie bei Fibromyalgie

Je nach Schwere der Erkrankung oder Begleiterkrankungen stellt der Arzt für Fibromyalgie eine Kombination aus mehreren Therapiemethoden zusammen, die auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten ist. Dazu gehören beispielsweise:

1) Krankengymnastik/Funktionstraining/Bewegungstherapie

Ein besonderes Augenmerk liegt bei der Fibromyalgie-Therapie auf Bewegungsübungen. Die meisten Betroffenen geben nach Bewegung eine Besserung ihrer Symptome an, manche allerdings berichten auch von verstärkten Schmerzen nach der Krankengymnastik. So gilt es, das Trainingsprogramm genau auf die Leistungsfähigkeit des Patienten abzustimmen. Gerade zu Beginn empfiehlt es sich, eher kürzere und einfachere Trainingseinheiten zu planen, um die untrainierte und verspannte Muskulatur nicht unnötig zu belasten. Die Belastung lässt sich dann nach Plan zunehmend steigern.

Hilfe bei Fibromyalgie bieten Bewegungs- und Sportmöglichkeiten wie Dehnübungen, gelenkspezifische Gymnastikübungen, Wassergymnastik/Aquajogging, Ausdauertraining, Rückenschule, Schwimmen, Spazieren/Wandern, (Nordic) Walking, Fahrradfahren, Qigong, Shiatsu, Tanzen.

2) Entspannungsmethoden

Mithilfe eines Physio- bzw. Psychotherapeuten kann der Betroffene lernen, sich gezielt körperlich und/oder seelisch zu entspannen. Dabei kommen beispielsweise Methoden wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung zum Einsatz.

  • Autogenes Training

Ziel des Autogenen Trainings ist neben bewusster Entspannung auch das Einfühlen in den Körper. Bei der so genannten Autosuggestion (Selbstbeeinflussung) versetzt sich der Fibromyalgie-Betroffene in den Körperteil, der beeinflusst werden soll. Beliebt sind z.B. die Wärmeübung („Der linke Arm ist ganz warm…“) oder die Schwereübung („Der linke Arm ist ganz schwer…“).

  • Progressive Muskelentspannung

Die progressive Muskelentspannung fördert die Konzentration ins Innere des Patienten. Phasen der Entspannung wechseln sich hier mit isometrischer Muskelanspannung ab.

3) Psychologische Hilfen/Verhaltenstherapien

Da sich die Fibromyalgie oftmals auch auf die Psyche niederschlägt, können Betroffene einen Psychologen oder ärztlichen Psychotherapeuten aufsuchen. Die Spezialisten können dabei helfen, die Spirale aus Überforderung und verminderter Leistungsfähigkeit zu durchbrechen. Die andauernde körperliche Erschöpfung, die eine Fibromyalgie symptomatisch mit sich bringt, kann schnell zu Frustration führen.

Bei einem schweren Fibromyalgie-Verlauf kann der Arzt neben Entspannungsübungen zusätzlich auch Verhaltenstherapien vorschlagen. Diese Kombination der zwei Therapiemethoden nennt sich „multimodale Therapie“ und wird für Fibromyalgie-Betroffene in der Schmerzklinik oder andere Kliniken mit psychosomatischem Schwerpunkt.

4) Medikamentöse Therapie

Bei richtiger Anwendung können bestimmte Präparate eine Erleichterung der Fibromyalgie-Symptome bedeuten. Obwohl Fibromyalgie als chronische Schmerzkrankheit gilt, wird die Einnahme gängiger Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Paracetamol beim Fibromyalgiesyndrom nicht empfohlen. Die Präparate wirken entzündungshemmend – Weichteilrheuma und folglich auch Fibromyalgie liegen allerdings keine entzündlichen Vorgänge zugrunde. Daher sind die üblichen Schmerzmittel wenig bis gar nicht wirksam. Untersuchungen zufolge stecken hinter dem Syndrom Nervenschmerzen als Folge eines gestörten Nervensystems. Restaxil mit seinem 5-fach-Wirkkomplex wirkt anders als die herkömmlichen Schmerzmittel: Die fünf enthaltenen Arzneistoffe (Spigelia anthelmia, Iris versicolor, Gelsemium sempervirens, Cimicifuga racemosa und Cyclamen purpurascens) wurden gemäß dem Ähnlichkeitsprinzip auf die zu behandelnden Schmerzen abgestimmt. Das heißt: Die enthaltenen Arzneistoffe können in unverdünnter Form schmerzhafte Beschwerden auslösen. Doch in der speziellen Dosierung wie in Restaxil bewirken sie genau das Gegenteil – und bekämpfen die Beschwerden. Dank der Tropfenform lässt sich Restaxil außerdem individuell dosieren. Das Arzneimittel hat keine bekannten Neben- oder Wechselwirkungen und kann daher auch begleitend zu anderen Medikamenten eingenommen werden.

  • Antidepressiva

Eine typische Begleiterkrankung der Fibromyalgie ist Depression. Zur Behandlung bekommen daher viele Betroffene auch Antidepressiva verschrieben. Die Medikamente sollen dann konsequent eingenommen werden. Doch auch für Fibromyalgie-Patienten, die nicht an Depressionen leiden, könnte eine kurzfristige Einnahme von Antidepressiva bestimmte Vorteile mit sich bringen: Schon niedrige Dosen haben einen guten Einfluss auf die gestörte Schlafqualität und bewirken außerdem Schmerzlinderung und Muskelentspannung. Allerdings lässt sich diese Wirkung nicht auf alle Patienten gleichermaßen feststellen. Weiter berichten viele Patienten von Müdigkeit, die auch noch am nächsten Morgen anhält und von störendem Schwindel.

  • Antikonvulsiva

Auch so genannte Antikonvulsiva finden bei chronischen Schmerzen wie im Fall von Fibromyalgie Anwendung. Diese Arzneimittelgruppe kommen zwar in erster Linie bei der Behandlung von Krampfleiden bzw. Epilepsie zum Einsatz, wirken jedoch auch bei Fibromyalgie-Patienten schmerzlindernd und bessern das Ein- und Durchschlafen. Vorsicht ist allerdings bei den Nebenwirkungen von Antikonvulsiva geboten: Gewichtszunahme und Schwindel drohen.

5) Physikalische Therapie

Im Bereich der physikalischen Fibromyalgie-Therapie bietet sich den Betroffenen eine Vielzahl an Angeboten. Grundsätzlich empfiehlt sich bei Erkrankungen, die unter dem Oberbegriff Weichteilrheuma zusammengefasst werden, die

  • Wärmetherapie

Die Wärmetherapie fördert eine verstärkte Durchblutung der Muskulatur und der Haut, sodass die Sauerstoff- und Energiezufuhr sowie der Abbau von Stoffwechselprodukten und schmerzauslösenden Substanzen zunehmen. Die Wärmebehandlung soll so die Verspannungen lockern und Schmerzen lindern. Auch die Schlafqualität von Fibromyalgie-Patienten soll dank der Wärmetherapie verbessert werden. Die Wärmebehandlung kann entweder örtlich begrenzt oder auf dem ganzen Körper angewendet werden. Zu den Anwendungsformen der Wärmetherapie gehören Wärmebäder (Mineralbäder, Thermalbäder), Saunen, Wärmekabinen, Elektrotherapie, Infrarotlicht, Wärmflasche, Körnerkissen, Heizkissen, Wärmepflaster sowie Salben.

  • Kältetherapie

KältetherapieLange galt die Kältetherapie als ungeeignet bei Fibromyalgie, da viele Patienten gerade Kälte als Ursache ihrer Beschwerden empfinden. Neue Untersuchungen zeigen, dass bei einigen Patienten mit Fibromyalgie eine intensive Behandlung mit Kälte ähnliche Vorteile bringt wie die Wärmetherapie. Dabei kommen Kältekammern zum Einsatz, deren Temperatur zwischen minus 60° und 110° liegt. Für drei Minuten setzt sich der Patient der trockenen Kälte aus. Möglich ist auch eine lokale Therapie mittels Kältepackung.

6) Alternative/natürliche Therapie

Neben diesen üblichen Therapien bei Fibromyalgie, gibt es auch zahlreiche alternative Behandlungsmöglichkeiten für das Syndrom. Manche Betroffene berichten von guten Erfahrungen mit Akupunktur, andere mit Lichttherapie, Reflexzonenmassage oder Akupressur. Außerdem finden Patienten auch Linderung ihrer Symptome bei Fibromyalgie mithilfe von Homöopathie. Dazu muss jeder Betroffene selbst seinen eigenen Weg zum Umgang mit der Fibromyalgie finden. Homöopathie und andere alternative Behandlungsformen können in dem einen oder anderen Fall erfolgversprechend sein.

Der behandelnde Arzt oder Therapeut sollte in regelmäßigen Kontrolluntersuchungen abklären, ob die gewählten Behandlungsmethoden noch anschlagen oder mögliche Nebenwirkungen der Therapie bestehen.

Hilfe aus der Apotheke

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Frau ApothekeViele Forscher zählen die bei Fibromyalgie auftretenden schmerzhaften Symptome zu den sogenannten Nervenschmerzen (Neuralgien). Diesen liegen oft Nervenstörungen zugrunde. Die natürlichen Arzneitropfen Restaxil sind speziell bei Neuralgien zugelassen. Das Besondere: Der darin enthaltene 5-fach-Wirkkomplex aus natürlichen Arzneistoffen wurde nach dem Ähnlichkeitsprinzip abgestimmt. In unverdünnter Form können die Arzneistoffe schmerzhafte Beschwerden auslösen. Doch in ihrer speziellen Dosierung wie in Restaxil bekämpfen sie die Beschwerden. Restaxil kann rezeptfrei in jeder Apotheke oder Online-Apotheke erworben werden.

Beachten Sie: Nicht jede wirksame Therapie-Methode wird von der Krankenkasse übernommen. Informieren Sie sich daher über die Fibromyalgie-Therapien, die von ihrer Kasse unterstützt werden.

6. Fibromyalgie lässt sich nicht vorbeugen

Grundsätzlich gilt: Es gibt kein Patentrezept, mit dem sich das Auftreten des Fibromyalgiesyndroms aufhalten lässt. Allerdings sind manche der genannten Risikofaktoren für Fibromyalgie wie Übergewicht, Rauchen oder mangelnde körperliche Aktivität vermeidbar. Untersuchungen konnten zeigen, dass Patienten mit einem allgemein gesunden Lebensstil oftmals geringere Beschwerden haben. Achten Sie daher auf regelmäßige Bewegung und verzichten Sie auf Zigaretten.

Gesunde ErnährungFür ein normales Gewicht ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung essentiell. Eine spezielle Ernährung bei Fibromyalgie gibt es nicht. Allerdings sollten Betroffene des Syndroms darauf achten, sich achtsam zu ernähren und das zu essen, was ihnen persönlich gut tut. Allgemein – nicht nur im Fall von Fibromyalgie – wird mediterrane Ernährung von vielen Experten als die ideale Kost empfohlen. Sie basiert auf frischem Gemüse und Obst, tauscht harte Fette wie Butter mit Ölen aus und enthält mehr Fisch als Fleisch.

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