Schmerztherapie

Fast jeder leidet im Laufe seines Lebens an Schmerzen – mehr als 23 Millionen Deutsche sogar an chronischen Schmerzen. Eine auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abgestimmte Schmerztherapie kann helfen, den Schmerz zu lindern und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Doch was genau ist eine Schmerztherapie?

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Schmerztherapie: Das müssen Sie wissen

Fast jeder leidet im Laufe seines Lebens an Schmerzen – mehr als 23 Millionen Deutsche sogar an chronischen Schmerzen. Eine auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abgestimmte Schmerztherapie kann helfen, den Schmerz zu lindern und den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Doch was genau ist eine Schmerztherapie?

Das Ziel einer Schmerztherapie ist es, mithilfe von unterschiedlichen therapeutischen Maßnahmen Schmerzen zu reduzieren. Gerade bei akuten Schmerzen greifen Betroffene zur medikamentösen Behandlung (Schmerzmittel). Doch es gibt eine Reihe von Schmerztherapien, die auch ohne Medikamente auskommen, wie zum Beispiel Physiotherapie oder physikalische Maßnahmen sowie Akupressur/Akupunktur, Psychotherapie oder Osteopathie. Insbesondere für Patienten mit chronischen Schmerzen bietet sich außerdem eine so genannte multimodale Schmerztherapie an. Diese setzt sich aus einer Kombination verschiedener Behandlungsmethoden zusammen.

Schmerztherapie im Detail

1. Medikamentöse Therapien (z.B. Schmerzmittel)

Die medikamentöse Therapie kann bei akuten und chronischen Beschwerden eingesetzt werden. Zu den typischen Medikamenten bei Schmerzen zählen:

  • Schmerzmittel (Schmerz- und Entzündungshemmer)
  • Opioide
  • Antidepressiva
  • Antikonvulsiva

Patienten mit chronischen Schmerzen ermöglicht die medikamentöse Therapie, schneller wieder aktiv zu werden und so weitere Therapiemethoden wie die Bewegungstherapie anzugehen. Außerdem empfiehlt es sich in einigen Fällen, mehrere Medikamente miteinander zu kombinieren und so eine ideale Schmerztherapie zu erreichen. Ein Beispiel dafür ist die Kombination von Schmerzmitteln und Antidepressiva. Jede dieser beiden Medikamententypen setzt an unterschiedlichen Punkten des Schmerzgeschehens an. Somit ergänzen sie einander.

Kortisonfreie Schmerz- und Entzündungshemmer in der Schmerztherapie heißen „nicht steroidale Antirheumatika“, kurz NSAR. Sie werden wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung besonders bei entzündungsbedingten Schmerzen eingesetzt. Bekannte Vertreter dieser Gruppe sind beispielsweise Diclofenac, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure. NSAR wirken zwar schmerzlindernd. Mediziner warnen allerdings ausdrücklich vor den Nebenwirkungen: NSAR hemmen auch Enzyme, die für den Schutz der Schleimhaut im Magen-Darm-Bereich zuständig sind. Infolgedessen können Patienten Magen- oder Darmdurchbrüche und Geschwüre erleiden. Weitere Nebenwirkungen können Hautreaktionen, Kopfschmerzen, Schwindel und Depressionen sein.

Ein weiterer Nachteil von NSAR bei der Schmerztherapie: Sind geschädigte oder gereizte Nerven die Ursache der Schmerzen, helfen nicht steroidale Antirheumatika oft kaum – das bestätigen auch die Mediziner der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Der Grund: Herkömmliche Schmerzmittel bekämpfen Entzündungen, die jedoch häufig nicht die Ursache von Nervenschmerzen sind. Dabei stecken gerade hinter weit verbreiteten Beschwerden wie ausstrahlenden Rückenschmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühlen in Beinen und Füßen sowie muskelkaterartigen Schmerzen oft Neuralgien (Nervenschmerzen). Viele Betroffene setzen mittlerweile auf natürliche Arzneitropfen namens Restaxil , die speziell zur Behandlung von Nervenschmerzen zugelassen sind. Das Arzneimittel wirkt mit seinem 5-fach-Wirkkomplex anders als die herkömmlichen Schmerzmittel. Restaxil ist wirksam bei Nervenschmerzen und sehr gut verträglich. Mehr erfahren

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Zur medikamentösen Schmerztherapie gehören auch Opioide. Diese setzen ihren Wirkstoff über einen längeren Zeitraum frei. Sie werden in stark wirksame (z.B. Oxycodon, Morphin, Sufentanil) oder schwach wirksame Opioide (z.B. Tramadol, Codein, Tilidin) unterschieden.

Des Weiteren kommen Antidepressiva und Antikonvulsiva bei der medikamentösen Schmerztherapie zum Einsatz. Antidepressiva beeinflussen die Schmerzverarbeitung, indem sie die Weiterleitung von Schmerzimpulsen verlangsamen. Die bekanntesten Wirkstoffe sind Amitriptylin und neuerdings auch Noradrenalin- und Serotonin-Wiederaufnahmehemmer.

2. Physiotherapie/Bewegungstherapie

Im Bereich der physiotherapeutischen Maßnahmen zur Schmerztherapie gibt es keine einheitlichen Regeln. Jeder Patient braucht einen auf ihn zugeschnittenen Physiotherapieplan. Dieser sollte in den unterschiedlichen Phasen des Schmerzverlaufs auch bei Bedarf geändert werden. Zu den physiotherapeutischen Formen der Schmerztherapie gehören beispielsweise Wasseranwendungen, Sport- oder Ergotherapien. Auf die Schmerzpunkte angepasste Massagetherapien (siehe Akupressur/Akupunktur) tragen zur Verbesserung der Durchblutung sowie zur Muskelentspannung bei und fördern dadurch die Schmerzlinderung.

Zudem sollten Betroffene mit chronischen Schmerzen im Rahmen der Bewegungstherapie vor allem Sportarten betreiben, die ihnen Spaß machen und die keine zusätzliche Belastung darstellen. Zu den von Experten empfohlenen Sportarten gehören:Walking (mit Stöcken) gegen Schmerzen

  • Schwimmen (Wassertemperatur ca. 30 Grad Celsius)
  • Wassergymnastik (Aqua-Jogging)
  • Walking (mit Stöcken)
  • Radfahren (hohe Trittfrequenz)
  • Yoga
  • Tai Chi

 

3. Physikalische Therapie

Die physikalische Therapie umfasst Behandlungsformen wie Thermotherapie (Wärme- und Kältebehandlung), Elektrotherapie oder Ultraschall.

Je nach Form der Schmerzen (akut/chronisch) kann sich entweder die Wärmetherapie oder die Kryotherapie (Kältetherapie) eher als Schmerztherapie eignen. Die Wärmetherapie wird z.B. eher bei chronischen Entzündungen und entzündlichen Zuständen der Schleimhäute oder Muskelverspannungen angewendet. Maßnahmen sind unter anderem die direkte Anwendung von warmem Moor, Körnerkissen oder Fango sowie von Wärme erzeugenden Pflastern oder Salben. Eine weitere Möglichkeit der Wärmebehandlung ist Infrarotstrahlung, die dem Patienten mithilfe von Rotlichtlampen oder Infrarotwärmekabinen zugeführt wird.

Kältetherapie/KryotherapieDie Kryotherapie dagegen eignet sich eher bei akuten Entzündungen oder Traumen. Besonders für die Behandlung von den Gelenken empfiehlt sich eine lokale Anwendung mit Eis (ca. minus 20 Grad Celsius). Weitere Möglichkeiten der Kältetherapie stellen Kältekammern für den ganzen Körper in trockener Luft (ca. minus 110 Grad Celsius) oder ein Eistauchbad (ca. 10 Grad Celsius) dar.

Die Elektrotherapie versucht, mit Strom die Durchblutung zu verbessern, die Muskeln zu entspannen und folglich die Schmerzen zu lindern. Anwendung findet diese Form der Schmerztherapie beispielsweise bei einem HWS-/BWS-/LWS-Syndrom, Neuralgien oder Arthrosen. Die bekannteste Methode der Elektrotherapie ist die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS). Bei dieser Anwendung senden aufgeklebte Elektroden niederfrequente Wechselströme aus. Die genaue Impulsfrequenz und die Stromstärke können dabei individuell eingestellt werden.

4. Akupressur/Akupunktur

Die Wirksamkeit von Akupunktur und Akupressur ist bis heute umstritten. Zwar konnte eine Studie aus dem Jahr 2007 nachweisen, dass eine Nadeltherapie die Beschwerden bestimmter Schmerzkrankheiten verbessern kann (z.B. bei Kniegelenksarthrose oder Rückenschmerzen). Auch Krankenkassen haben Akupunktur mittlerweile in ihr Leistungsverzeichnis aufgenommen. Trotzdem kritisieren viele Experten weiterhin diese Methode, da die Theorie dahinter – die Traditionelle Chinesische Medizin – von Lebensenergien des Körpers ausgeht und nicht mit der klassischen Schulmedizin übereinstimmt.

Die verschiedenen Akupunktur- oder Akupressurpunkte werden im Rahmen dieser Schmerztherapie gereizt, um so einen gestörten Energiefluss auszugleichen. Diese Reizung kann entweder mithilfe von Nadelstichen, mit Druck (Akupressur) oder durch Vibration (Akupunkt-Massage) erzeugt werden.

5. Psychotherapie/Verhaltenstherapie

Gerade Schmerzkrankheiten stellen eine besonders hohe psychische Belastung für Betroffene dar. Und auch bei der Entstehung vieler Krankheiten haben psychosoziale Faktoren eine tragende Rolle. Daher setzen Mediziner bei der Schmerztherapie auch auf psychotherapeutische Ansätze. Besonders bei Patienten, für die sich nicht gleich eine geeignete Therapiemethode findet, steigt der Leidensdruck und damit auch das Risiko einer Depression.

Einen zentralen Bestandteil der Schmerztherapie stellt die (kognitive) Verhaltenstherapie dar. Der erste Schritt und Basis für weitere psycho- und verhaltenstherapeutische Maßnahmen ist die so genannte Patientenaufklärung. Der Betroffene eignet sich dabei Wissen an, beispielsweise über die Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten seiner Krankheit. So fällt es dem Patienten in Zukunft leichter, die Mechanismen der Schmerz- und Krankheitsentstehung zu verstehen und unbegründete Sorgen zu minimieren. Vielen Betroffenen hilft dieser Schritt dabei, wieder Vertrauen in eine Genesung und Verbesserung ihrer Symptome zu erlangen.

Psychotherapeutische Verfahren, die innerhalb einer Schmerztherapie häufig zum Einsatz kommen, sind Entspannungsmethoden. Sie beeinflussen sowohl die Psyche als auch den Körper und dienen der Stress- und Schmerzbewältigung. Zu den typischen Verfahren gehören:Schmerztherapie: Entspannungsmethoden können helfen

  • Autogenes Training

Ziel beim Autogenen Training ist neben der Entspannung auch das bewusste Einfühlen in den Körper. Bei der so genannten Autosuggestion (Selbstbeeinflussung) konzentriert sich der Patient gezielt auf den Körperteil, der beeinflusst werden soll. Zu den beliebten Übungen zählen z.B. die Schwereübung („Der linke Arm ist ganz schwer…“) oder die Wärmeübung („Der linke Arm ist ganz warm…“).

  • Progressive Muskelentspannung (Jacobsen)

Auch die progressive Muskelentspannung lenkt die Konzentration des Betroffenen in sein Inneres. Phasen der Entspannung wechseln sich dabei mit isometrischer Muskelanspannung ab.

  • Hypnose, Meditation, Imagination, Atemtechniken

Diese Techniken dienen zur bewussten Abwendung vom Schmerzgefühl. Der Patient versucht in einen Trancezustand zu gelangen und so das Schmerzgefühl außer Acht zu lassen.

  • Biofeedback

Beim Biofeedback-Verfahren soll der Patient physiologische Prozesse wie die Hauttemperatur oder die Muskelspannung in seinem Körper wahrnehmen. Dazu werden diese beispielsweise in optische oder akustische Signale umgewandelt. Im weiteren Verlauf lernt der Betroffene dann, diese Signale auch bewusst zu beeinflussen.

6. Multimodale Schmerztherapie

Zunehmend setzen Mediziner auf eine interdisziplinäre Schmerztherapie, die so genannte „multimodale Therapie“. Vor allem bei Patienten, die an chronischen Erkrankungsformen leiden, kann die auf den Patienten abgestimmte Kombination verschiedener Therapiemethoden langfristige Erfolge erzielen. Die multimodale Schmerztherapie kann dabei in Gruppen- oder Einzelterminen abgehalten werden und sich aus Therapieeinheiten aus dem psychotherapeutischen, physiotherapeutischen oder ergotherapeutischen Bereich zusammensetzen.

Mit der multimodalen Schmerztherapie versuchen Mediziner eine Lösung für das meist komplexe Geflecht der Ursachen von Schmerzkrankheiten zu finden. Außerdem können die unterschiedlichen Therapiemethoden Einfluss auf mehrere negative Schmerzfaktoren nehmen, sodass die Therapie auch unterschiedliche Schmerzursachen angreift.

Die Elemente einer multimodalen Schmerztherapie können sich zusammensetzen aus:

  • Psychotherapie und Verhaltenstherapie (z.B. Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Biofeedback, Meditation)
  • Physiotherapie und Bewegungstherapie (z.B. Sport- oder Ergotherapie, Akupressur/Akupunktur)
  • Physikalische Therapien (Elektrotherapie, Wärmetherapie, Kryotherapie)

Hilfe aus der Apotheke

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Chronische Schmerzen können durch geschädigte oder gereizte Nerven verursacht werden, so genannte Neuralgien (Nervenschmerzen). Diese können zum Beispiel durch Stoffwechselstörungen wie Diabetes entstehen, aber auch Folge eines Bandscheibenvorfalls sein. Sogar hinter muskelkaterartigen Schmerzen können geschädigte Nerven stecken (die sogenannte Fibromyalgie). Speziell zur Behandlung von Nervenschmerzen zugelassen sind RestaxilTropfen.

Das Geheimnis hinter Restaxil ist sein 5-fach-Wirkkomplex: Die fünf enthaltenen Arzneistoffe wurden gemäß dem Ähnlichkeitsprinzip auf die zu behandelnden Nervenschmerzen abgestimmt. Heißt: In unverdünnter Form können sie die genannten Symptome auslösen. In spezieller Dosierung, wie in Restaxil , bewirken sie jedoch genau das Gegenteil und bekämpfen die Beschwerden. Ein weiterer Vorteil: Dank der Tropfenform des Arzneimittels werden die Wirkstoffe direkt über die Schleimhäute im Mund aufgenommen. Zudem lässt sich Restaxil je nach Verlaufsform und Stärke der Schmerzen individuell dosieren. Erhältlich sind die Arzneitropfen rezeptfrei in der Apotheke oder online in Versandapotheken.

Restaxil Tropfen

RESTAXIL. Wirkstoffe: Gelsemium sempervirens Dil. D2, Spigelia anthelmia Dil. D2, Iris versicolor Dil. D2, Cyclamen purpurascens Dil. D3, Cimicifuga racemosa Dil. D2. Homöopathisches Arzneimittel bei Neuralgien (Nervenschmerzen). • Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. • Restaxil GmbH, 40476 Düsseldorf

Autor: schmerz-portal.de-Redaktion
Letzte Aktualisierung: 28.02.2018

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