Ständig_Bauchschmerzen

Bauchschmerzen können viele Ursachen haben. Oft sind Bauchschmerzen harmlos und verschwinden nach kurzer Zeit von allein. Doch manche Menschen haben anhaltende (chronische) Bauchschmerzen. Dahinter können ernsthafte Erkrankungen stecken.

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Ständig Bauchschmerzen? Diese Auslöser stecken dahinter

Bauchschmerzen können viele Ursachen haben. Oft sind Bauchschmerzen harmlos und verschwinden nach kurzer Zeit von allein. Doch manche Menschen haben anhaltende (chronische) Bauchschmerzen. Dahinter können ernsthafte Erkrankungen stecken.

Wer ständig an Bauchschmerzen leidet, sollte den Ursachen dafür auf den Grund gehen. Besonders, wenn die Bauchschmerzen über mehrere Wochen anhalten und mal stärker und mal weniger stark sind. Denn dann sprechen Mediziner von chronischen Bauchschmerzen. Möglich ist auch ein chronisch-rezidivierender Verlauf, bei dem sich Phasen mit Bauchschmerzen und beschwerdefreie Zeiten abwechseln.

Als Auslöser kommen unter anderem organische oder funktionelle Störungen sowie psychische Faktoren in Frage.

Organische Ursachen für ständige Bauchschmerzen

Als Abdomen (Bauchraum) bezeichnet man den gesamten Bereich zwischen den unteren Rippenbögen und den Leisten. In vielen Fällen lassen sich allerdings Erkrankungen der Bauchorgane als Ursache von Bauchkrämpfen und Bauchschmerzen ausschließen. Zu den betreffenden Organen und Erkrankungen gehören:

  • Magen: z.B. Refluxkrankheit, Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
  • Darm: z.B. chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa), Blinddarmentzündung
  • Milz: z.B. Milzriss, Milzvergrößerung (beim Pfeifferschen Drüsenfieber)
  • Leber: z.B. Fettleber, Leberzirrhose
  • Gallenblase/Gallengänge: z.B. Gallensteine, Gallenblasenentzündung
  • Bauchspeicheldrüse: z.B. Bauchspeicheldrüsenentzündung, Pankreas-Zysten
  • Nieren: z.B. Nierensteine, Nierenbeckenentzündung
  • Harnblase: z.B. Harnwegsinfekte (Blasenentzündung)
  • Gebärmutter/Eierstöcke (bei Frauen) z.B. Regelschmerzen, Endometriose
  • Prostata (bei Männern): z.B. Prostataentzündung, Hodendrehung

Funktionelle Störungen und ständige Bauchschmerzen

„Funktionell“ bedeutet, dass die Funktion des Darms beeinträchtigt ist, sich jedoch keine organischen Ursachen feststellen lassen, welche die Bauchschmerzen erklären könnten. Hinter häufig auftretenden und wiederkehrenden Bauchschmerzen kann ein gereizter Darm stecken, auch Reizdarmsyndrom genannt. Bis zu 20 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen. Die genauen Ursachen für das Reizdarmsyndrom sind zwar noch nicht vollständig geklärt. Allerdings nehmen viele Wissenschaftler an, dass ein Zusammenhang zwischen einem Reizdarm und einer geschädigten Darmbarriere besteht. In einer groß angelegten Studie konnte ein Forscherteam nachweisen, dass der weltweit einzigartige Bakterienstamm B. bifidum MIMBb75 (Kijimea Reizdarm) Reizdarm-Symptome wie z.B. Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen signifikant lindern und so die Lebensqualität von Reizdarm-Patienten verbessern kann. Bei vielen Studienteilnehmern verschwand der Reizdarm sogar ganz. Zudem sind keine Neben-oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bekannt. Kijimea Reizdarm ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

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Psychische Ursachen für ständige Bauchschmerzen

„Das verursacht mir Bauchschmerzen“ – die Redewendung lässt sich in manchen Fällen durchaus wörtlich nehmen. Ängste, Stress und psychisch belastende Situationen können auf den Bauch schlagen und so Bauchschmerzen verursachen. Grund dafür ist das so genannte enterische Nervensystem, also die Nervenzellen im Bauchbereich. Eigentlich ist das enterische Nervensystem dafür zuständig, die Verdauungsaktivität zu steuern. Doch es kann auch sehr empfindlich auf seelische Reize reagieren. Ständige Bauchschmerzen können also auch das Resultat von länger anhaltender, psychischer Belastungssituation sein.

Ständig Bauchschmerzen: Welche Rolle spielt die Ernährung?

Neben organischen Störungen, dem Reizdarmsyndrom oder psychischen Faktoren kann hinter ständigen Bauchschmerzen auch die Ernährung stecken. Vor allem wenn die Beschwerden nach dem Essen vorkommen, kann das ein deutlicher Hinweis auf einen Zusammenhang sein. Sehr süße oder fettige Mahlzeiten sowie zu große Portionen können schnell akute Bauchschmerzen auslösen. Gleiches gilt für zu schnelles essen.

Hinter chronischen Bauchschmerzen können auch Verdauungsbeschwerden stecken, ausgelöst von bestimmtem Ernährungsgewohnheiten: Beispielsweise können eine ballaststoffarme Ernährung oder zu geringe Flüssigkeitszufuhr bei vielen Menschen Beschwerden hervorrufen. Auch Menschen mit unentdeckten Lebensmittelunverträglichkeiten leiden an ständigen Bauchschmerzen. Weit verbreitet sind die Laktoseintoleranz, Fructoseintoleranz oder Glutenunverträglichkeit (Zöliakie). Im Gegensatz dazu äußern sich Lebensmittelallergien (z.B. Nüsse, Fisch) eher mit anderen Symptomen wie Hautausschlägen.

Tipp der Redaktion

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Lassen sich Lebensmittelunverträglichkeiten oder- allergien sowie organische Auslöser für die ständigen Bauchschmerzen ausschließen, könnte das ein Anzeichen für das Reizdarmsyndrom sein. Der einzigartige Bifido-Bakterienstamm B. bifidum MIMBb75 (nur in Kijimea Reizdarm ) lindert einer klinischen Studie zufolge die Reizdarmsymptome wie Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall signifikant.

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Und was hilft gegen ständige Bauchschmerzen?

Eine standardisierte Behandlung gegen ständige Bauchschmerzen gibt es nicht. Wichtig ist es, den Grund für seine Beschwerden zu kennen. Die Frage „Was hilft gegen Bauchschmerzen?“ lautet also: Das vermeiden, was sie hervorruft.

Akute Bauchschmerzen können auch einfach von alleine oder mithilfe von bekannten Hausmitteln wie Wärmflaschen, Tees oder Bewegung verschwinden. Wer jedoch ständig Bauchschmerzen hat, muss seine Behandlung auf die zugrunde liegenden Ursachen abstimmen. Beispielsweise hilft die Einnahme von Protonenpumpenhemmern im Fall einer Refluxerkrankung, bestimmte chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis Ulcerosa oder Morbus Crohn bessern sich durch Cortison-Präparate. Weitere Tipps gegen ständige Bauchschmerzen sind:

Ständige_Bauchschmerzen_Tipps

1. Achten Sie grundsätzlich auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung mit einem abwechslungsreichen Speiseplan.

2. Nehmen Sie sich Zeit für die Nahrungsaufnahme und hören Sie auf Ihr inneres Hungergefühl. So vermeiden Sie, zu schnell oder zu viel zu essen. Mehrere kleine Mahlzeiten sind leichter zu verdauen als wenige große.

Ständige_Bauchschmerzen_Tipps3. Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten gilt: Wer an einer Laktoseintoleranz leidet, sollte auf laktosehaltige Lebensmittel wie Milchprodukte verzichten oder vor dem Verzehr Laktase-Tabletten einnehmen. Auch im Fall einer Fructoseintoleranz sollten Betroffene auf ihre Ernährung achten. Allerdings können je nach individueller Verträglichkeit in Maßen fructosehaltige Lebensmittel verzehrt werden. Im Gegensatz dazu müssen sich Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) streng glutenfrei ernähren um Symptome wie ständige Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung zu vermeiden.

Ständige_Bauchschmerzen_Tipps4. Um Lebensmittelallergien auf die Spur zu kommen, kann ein Ernährungstagebuch sinnvoll sein. Es kann Ihnen helfen herauszufinden, welche Speisen Sie vertragen und welche Sie besser meiden sollten. Die Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) hat die 14 häufigsten Auslöser von Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten definiert:

  • Glutenhaltiges Getreide (z.B. Weizen, Roggen, Gerste, Hafer)
  • Krebstiere
  • Eier
  • Fisch
  • Erdnüsse
  • Sojabohnen
  • Milch (inklusive Laktose)
  • Schalenfrüchte (z.B. Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Cashewnüsse, Pekannüsse, Paranüsse, Pistazien, Macadamianüsse)
  • Sellerie
  • Senf
  • Sesamsamen
  • Schwefeldioxid und Sulfite (ab 10 mg pro g oder l)
  • Lupinen
  • Weichtiere

Ist eine Unverträglichkeit oder Allergie festgestellt worden, hilft nur konsequentes Weglassen des Auslösers.

5. Sind Stress und psychische Faktoren der Grund für ständige Bauchschmerzen, können verschiedene Entspannungsmethoden helfen. Neben Yoga oder Autogenem Training kann es auch helfen, öfter wieder Dinge zu tun, die einem Freude bereiten.

Autor: schmerz-portal.de-Redaktion
Letzte Aktualisierung: 06.07.2018

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